8. September 2013

Roadtrip Southwest USA, Part I – South California & Arizona


Ontario Airport - Montag Morgen, kurz vor 09:00 Uhr

Gerade haben wir den Papierkram am Schalter erledigt und stehen nun gespannt bis in die Fingerspitzen auf dem großen Parkplatz der Autovermietung. Gebraucht wird ein Auto, das uns einen Monat quer durch den Südwesten der USA bringt. Bezahlt haben wir für ein Modell 'Midsize SUV', denn in den Nationalparks wollen wir uns in car camping versuchen...also im Auto schlafen. 
Oha. Jetzt also der aufregende Moment: wird das Auto auch groß genug für ausgestreckte 1,85m? Wie immer ist eine gute Portion Glück auch hier mit von der Partie, denn die freundliche Mitarbeiterin parkt mit einem großen Lächeln tatsächlich einen Jeep Grand Cherokee direkt vor unseren Nasen – ach, so fühlt sich also ein kostenloses Upgrade an. Yiiiiieha!
Jetzt schnell alle 7 Sachen verstaut, von Paul verabschiedet und los geht's direkt auf die I-10 E... ostwärts auf der Interstate Nummer 10.

Unser Jahrespass für die Nationalparks bringt uns zunächst einmal in die atemberaubende Landschaft von Mojave und Colorado Desert, den Joshua Tree Nationalpark: wundersame Bäumchen soweit das Auge reicht, ein erster Hike im "Hidden Valley" und Ausblicke auf die San Andreas Verwerfung. Unsere müden Häupter legen wir nach stilechtem Dinner bei Taco Bell in einem Super 8 Motel nieder.

Roadtrip Southwest USA – offiziell gestartet.


Und was sind die nächsten Highlights auf dem Tour Kalender?

Die eine, die wahre, die historische Route 66 mit wilden Eseln in Oatman, kniffliger Bergetappe bis Kingman, uriger Biker Nostalgie in Hackberry und einem gemütlich kitschigen Motel Zimmer im 'Stagecoach 66' in Seligman.


Die weiten zerklüffteten Tiefen des Grand Canyon (South Rim) mit Hikes am Rim Trail und dem South Kaibab Trailhead, spektakulärem Sonnenuntergang und car camping Premiere auf dem Mather Campground, mitten im Park.


Die atemberaubenden roten Steinformationen um die Ortschaft Page bezaubern aus der Vogelperspektive an "Horseshoe Bend" und Glen Canyon Staudamm. Im Lower Antelope Canyon kraxeln wir geführt von einem Navajo hinunter und durch Felsspalten. Einmalig schön!




22. Juli 2013

Los Angeles


Größer  könnten die Gegensätze wohl kaum sein: gerade bewegten wir uns noch auf einem verschlafenen Eiland mit knapp 1000 Einwohnern und vermutlich mehr Hühnern als Menschen, wo das Fortbewegungsmittel #1 der Motorroller ist. Nach ca. 10 Flugstunden ostwärts sind wir in Los Angeles - mit 12,8 Mio Einwohnern kaum mehr Stadt, eher massige Mega-Metropole durchzogen von einem schwindelerregenden Geflecht zehn- (oder mehr) spuriger Straßen. Uff.

Wie gut, dass sich Paul als Gastvater und Guide so rührend um uns kümmert. Wir sehen somit ein L.A., das den meisten Touristen vermutlich verborgen bleibt:

Auf diversen Streifzügen durch Downtown bestaunen wir opulente Hotels mit teils oskarreifer Geschichte nebst noblen Örtlichkeiten und statten dem LACMA, dem Museum for Architecture & Design, der Walt Disney Concert Hall, der modernen Mega-Kathedrale „Our Lady oft the Angels“, den Kanälen von Venice Beach, dem Santa Monica Pier und vielen anderen Landmarks einen Besuch ab.

Wir tauchen aber auch ein in die Welt des Hollywood Glitz & Glamours. Wie? Nun, man  nähert sich zunächst vorsichtig den Hollywood-Lettern in den bekannten Hügeln, checkt dann die „Hood“ am Mulholland Drive und Beverly Hills aus, schnuppert beim Grauman’s Chinese Theatre und dem Nokia Center etwas Oskar-Luft, hält am „Walk of Fame“ und dem Rodeo-Drive nach Stars und Sternchen Ausschau und erlebt selbige bei einem Screening & Panel zu der Serie „Bates Motel“ schließlich live und hautnah. Aufregend!

Es scheint kaum möglich, aber neben dem ausgiebigen L.A.-Sightseeing schaffen wir es auch noch, mit Paul am Mount Baldy wandern zu gehen, wundervolle Oldtimer bei einer Führung durch die heiligen Hallen der Nethercutt Collection zu bestaunen, Benny’s tropischer Bein-Infektion mit ärztlicher Hilfe und Antibiotika-Bombardement den Kampf anzusagen, den anstehenden Roadtrip zu planen und sowohl Pauls riesigen Garten mit Pool als auch seine opulente DVD-Sammlung zu genießen.

To be continued…


30. Mai 2013

29. Mai 2013

Hello Sunshine Vol. 2: Cook Islands

Okay, ganz ohne Firlefanz: Fiji ist schon ein wahrer Südseetraum und doch kommt es noch besser.
Einige weitere tausend Kilometer hinein in die unendlich tiefblauen, abgeschiedenen Weiten des Südpazifik haben wir, ohne es zu ahnen, plötzlich das Paradies gefunden. Tja, da kann man wohl nix machen, außer genießen. Wir lassen mal die Bilder sprechen...

Cook Islands


27. Mai 2013

Hello Sunshine Vol. 1: Fiji

Gleich nach dem ersten „Bula“ lernen wir: hier ticken die Uhren anders… in Fiji-Time eben. Okay, dann stellen wir uns mal darauf ein, mehrere Minuten, Stunden und Tage am Stück überhaupt nichts zu machen. Aber einfach nur so am weißen Südseestrand abchillen? Leichter gesagt als getan.

Gleich im ersten Paradies, „Barefoot Island“, lauern kristallklares Wasser, puderzucker-weiße Strände in drei Himmelsrichtungen, Unmengen an Aktivitäten und wunderbare Menschen. Na gut, wir nehmen alles mit…

Der Abschied fällt schwer, aber es zieht uns noch einmal weiter Richtung nördliche Yasawa-Gruppe. Das „Blue Lagoon Resort“ ist genauso wie es sich anhört… nur Brooke Shields hat sich nicht blicken lassen.
Fiji  

Fiji


5. April 2013

Neues aus Neuseeland: Abenteuer im Abenteuer

Ach ja, da war ja noch was. Rückblickend betrachtet können wir wohl behaupten, dass bei dieser Aktion das meiste Adrenalin freigesetzt wurde.
 
Kennt ihr das Gefühl, wenn man beim Schaukeln ganz oben angekommen ist und es sich für einen kurzen Moment so anfühlt, als ob Mütterchen Erde nicht so recht weiß, ob sie einen wirklich zurückhaben will?
Nun, es zeigt sich, dass ähnliche Wahrnehmungssequenzen den menschlichen Körper durchströmen, wenn er im Hubschrauber bis auf mehr als 800m über NN düst.
Was wir da oben gemacht haben? Na, wir sind ausgestiegen, haben die Steigeisen angelegt und dann das ewige Eis des Franz Josef Glacier durchkraxelt. Gletscherspalten, Eishöhlen, Schmelzwasserbäche, Wasserfälle, Brücken aus blauem Eis. WOW!!!




Heli-Hiking Franz Josef Glacier
Franz Josef Glacier



Neues aus Neuseeland: Best of North Island

Neuseelands Nordinsel empfängt uns mit dichtem Verkehr und dunklen inkontinenten Wolken. Oh oh, ist im Süden etwa alles besser?
 
Besser nicht unbedingt, aber definitiv anders. Wir fahren nun seltener Gravel Roads, dafür öfter Motorway. Statt "Mää" macht es öfter "Muh" auf den Weiden. Es gibt nicht so häufig Lookouts am Straßenrand, dafür des Öfteren ein goldenes M. Nette Ortschaften laden hier aber genauso gern zum Verweilen ein und freundliche Kiwis treffen wir auch.
Getreu dem Motto 'ab durch die Mitte' halten wir Kurs gen Norden.
 
Das Tongariro Alpine Crossing erweist sich als eisige Angelegenheit. Hm, hätte der Name uns etwa schon vorwarnen müssen?
 
 
 
In Taupo und Rotorua kommen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus, so viel geothermale Wunderdinge gibt es zu entdecken. Wir tauchen in die Riten und Mythen der Maori-Kultur ein und gehen abends mit dem Duft verfaulter Eier in der Nase zu Bett. Mmh, lecker.
 
In Matamata sehen wir mit eigenen Augen, dass das Auenland nicht durch die feindlichen Truppen Mordors, sondern von chinesischen Reisebustouren überrannt wird. "Almel Flodo".
 
Wir erwandern die Westküste in Mangawhai und machen mit Willie einen unfreiwilligen Boxenstopp. Wo? Na, in Whangarei.
 
 
 
Apropos: künstlerisch wertvolle Toilettenbesuche lassen sich in Kawakawa abhalten. Historisch wertvoll geht es dagegen in Waitangi - der Wiege der Nation - zu.
 
Wusstet ihr, dass Greenpeace' erstes Schiff, die Rainbow Warrior, in den 80ern vom französischen Geheimdienst gesprengt wurde? Das Wrack liegt nun in der Matauri Bay, die, davon mal abgesehen, auch einfach so ein nettes Fleckchen Erde ist.
 
Wir erreichen schließlich Far North und sehen wie am Cape Reinga die Wassermassen von Tasman Sea und Pacific Ocean aufeinander prallen. Kein idealer Ort für einen Sprung ins kühle Nass...
Dafür kann man am Ninety Mile Beach herrlich die riesigen Sanddünen hinuntersurfen. Japp, permanentes Knirschen zwischen den Zähnen zeigt an, dass man ein Maximum an Spaß hatte.
 
 
 
Um das Maß der ultimativen NZ-Erlebnisse jetzt endgültig vollzumachen, haben wir schließlich im samtigen Dunkel einer Kauri-Wald-Nacht die Begegnung schlechthin: ein fröhlich futternder Kiwi raschelt direkt vor unseren Füßen durchs Unterholz. Hach.
 
Danach bleibt uns nur noch ein letzter Ritt in den wilden Wellen des schwarzen Muriwai Beach und nun endet unser Roadtrip nach über 5.000 Km in Auckland.
 
Neuseeland: definitiv eine Reise wert...oder zwei...oder drei...
 
  
Best of North Island